Stress bei Katzen – Der große Ratgeber

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Inhaltsverzeichnis

Hast du das Gefühl, dass deine Katze gestresst ist? Du kannst viel dir viel Ärger ersparen, wenn du es schaffst, aufzuklären, ob du mit deiner Vermutung richtigliegst oder nicht.

Mit einer Katze zusammenzuleben, die gestresst ist, ist sehr schwierig und wenn deine Fellnase dieser Belastungssituation dauerhaft ausgesetzt ist, kann das dazu führen, dass sie krank wird oder Verhaltensauffälligkeiten entwickelt.

Oder kann es sein, dass deine Katze dieses Stadium schon erreicht hat? Gibt es bereits Probleme in ihrem Verhalten oder zeigt sie Anzeichen für eine Erkrankung? Wäre es möglich, dass die Ursache dafür stressbedingt ist?

Wenn dein Stubentiger beispielsweise unsauber oder aggressiv wird, unter Harnwegs- oder Hauterkrankungen leidet, kann dies wie viele andere Verhaltensauffälligkeiten und Krankheiten durch Angstzustände bedingt sein und sich dadurch auch weiter verschlechtern.

In diesem Ratgeber befassen wir uns damit, wie du ein Verständnis für das Thema Stress bei Katzen entwickeln kannst, was mögliche Auslöser dafür sein können und wie du am besten damit umgehen kannst.

Was genau ist Stress?

Stress kommt in unserem Sprachgebrauch sehr häufig vor. Meistens meinen wir damit, dass uns eine Sache beunruhigt, was darin enden kann, dass uns die ganze Situation über den Kopf wächst und wir nicht wissen, wie wir das Problem lösen können. Wir machen uns Gedanken um viele verschiedene Dinge wie Geld, Gesundheit, das Wohlergehen unserer Familie und Freunde.

Was stresst unsere Katzen und welche Auswirkungen hat dieser Stress?

Katzen sind den Menschen in einem Punkt nicht unähnlich: wie viele von uns sind sie Gewohnheitstiere und mögen es überhaupt nicht, wenn sich etwas um sie herum verändert. Selbst wenn diese Veränderung eigentlich Vorteile für deine Katze bietet, kann es sein, dass sie darauf mit Flucht oder Aggression reagiert und Stresshormone ausschüttet.

Alles, was sich im Umfeld deiner Katze ändert oder Krankheiten, die ihren eigenen Körper verändern, kann sie ängstigen und dazu führen, dass sie gestresst ist.

Wodurch wird Stress bei Katzen ausgelöst?

Auslöser und Faktoren von Stress sind nicht immer ganz leicht auszumachen. Deine Samtpfote kann dabei eine Sache als Bedrohung wahrnehmen, die objektiv gesehen gar kein Risiko für sie darstellt. Sowohl bei Menschen oder Katzen kann eine Situation zu Überforderung führen, während sie auf andere Menschen oder Tiere gar keinen Einfluss hat.

Katzen sind jedoch sehr sensibel und reagieren viel empfindlicher darauf, wenn sich etwas in ihrem Umfeld verändert oder sie stört. Katzen sehen dann in jeder Veränderung eine mögliche Gefahr.

Bei Menschen unterscheidet man im Allgemeinen nach zwei unterschiedlichen Arten von Stress:

  • Ereignisse: Diese können sowohl positiv (Hochzeit, ein neues Zuhause, Geburt eines Kindes, ein neuer Job), als auch negativ (Jobverlust, Trennung, Scheidung, Tod eines geliebten Menschen) sein.
  • Chronische Stressfaktoren: Situationen, denen wir ständig und wiederkehrend ausgesetzt ist (Lärm, ein nörgelnder Chef, Streit mit pubertierenden Kindern, Auseinandersetzungen mit dem Partner) führen dazu, dass wir uns permanent gestresst fühlen, bis wir irgendwann mit unseren Kräften am Ende sind.

Wie wirkt Stress auf Katzen?

Stress wirkt sich nicht nur auf Menschen aus, sondern auch auf Katzen. Ist der Stresslevel bei deiner Katze dauerhaft erhöht, kann das schädlich für sie sein. Stress kann bei Menschen dazu führen, dass sie in eine Depression verfallen, ihr Immunsystem geschwächt ist oder sie sogar eine Krebserkrankung entwickeln.

Es wird vermutet, dass die Auswirkungen bei Katzen sehr ähnlich sind. Es wird darüber berichtet, dass Stress die Ursache für Krankheiten wie FLUTD, Asthma, Hauterkrankungen, Entzündungen im Mundraum, der Bauchspeicheldrüse und der Leber und entzündlichen Darmkrankheiten sein kann und überdies FIP auslösen oder verschlimmern kann.

Wenn deine Katze plötzlich verhaltensauffällig wird, ist das meist ein Zeichen dafür, dass sie zu viel Stress ausgesetzt ist. Dabei kann es sein, dass dein Stubentiger unmittelbar auf eine Situation reagiert oder erst mit der Zeit Symptome entwickelt. Bei jeder Verhaltensänderung deiner Katze und jeder Verhaltensauffälligkeit, die sie entwickelt, ist es möglich, dass die Ursache stressbedingt ist.

In unserem Artikel „Verhaltensprobleme bei Katzen – Wie man sie löst und wie nicht“ findest du noch mehr Infos zu diesem Thema.

Stress gehört zum Leben dazu und lässt sich für deine Katze nicht immer vermeiden. Insbesondere da alles, was um deine Samtpfote herum passiert, für sie stressig sein kann. Jede Katze reagiert anders auf Stress. Einige sind dabei etwas anfälliger, andere weniger. Wenn deine Fellnase jedoch dauerhaft Stress ausgesetzt ist, wird auch die abgehärtetste Katze irgendwann damit überfordert sein.


Wie wirkt Stress auf Katzen?

Wie kannst du nun herausfinden, ob deine Samtpfote unter Stress steht? Woran erkennst du, dass der Stresslevel so hoch ist, dass du ihn reduzieren musst? Es gibt dafür einige Anzeichen, die wir uns nun näher anschauen wollen.

Die Körpersprache bei gestressten Katzen

Wenn du sehr vertraut mit deiner Katze bist, kannst du ihre Körpersprache wahrscheinlich sehr gut deuten. Auf stressige Situationen wie beispielsweise mögliche Gefahren reagieren Katzen meist unwillkürlich.

Du wirst vermutlich bemerken, dass sich deine Katze auf die potenzielle Gefahrenquelle fokussiert und sie nicht aus den Augen lässt.

Sehr wahrscheinlich werden sich ihre Pupillen weiten und sie beginnt, mit dem Schwanz zu zucken. Es kann sein, dass dein Stubentiger in Abwehrhaltung geht oder einen Buckel macht und die Haare aufstellt.

Du musst dir keine Gedanken machen, solange deine Katze nur in einzelnen Situationen so reagiert. Das gehört zum natürlichen Verhalten von Katzen.

Kommt es jedoch häufiger vor, dass deine Fellnase so reagiert, ohne dass es einen für dich erkennbaren Grund dafür gibt, könnte das darauf hindeuten, dass sie unter Stress steht. Deine Katze wird dann auf dich wirken, als sei sie ständig auf der Hut und müsste sich für den Kampf mit einem unsichtbaren Gegner wappnen.

Hat deine Katze ihr Verhalten geändert?

Es gibt Katzen, die von Natur aus weniger aggressiv oder eher zurückhaltend sind. Wenn das bei deiner Katze der Fall ist, wird dir ihre Körpersprache sehr wahrscheinlich nicht die Anhaltspunkte liefern, die du benötigst.
Bei solchen Katzen wirkt sich ein sehr hoher Stresspegel auf andere Art und Weise aus.

Wenn du eine der folgenden Verhaltensänderungen bei deiner Katze feststellst, kann das bedeuten, dass sie überlastet ist:

  • Starker Gewichtsverlust
  • Übertriebene Fellpflege
  • Veränderter Schlafrhythmus
  • Verkriechen
  • Mehr oder weniger Hunger
  • Aggressivität
  • Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Markieren
  • Übertriebene Lautstärke
  • Gehetzt und innere Unruhe


Es kann vorkommen, dass die Verhaltensänderungen zunächst so unscheinbar sind, dass du sie gar nicht wahrnimmst, sich aber mit der Zeit als unangenehme Verhaltensauffälligkeiten festigen. Als Katzenbesitzer solltest du daher immer ein Auge darauf haben, was das natürliche Verhalten deiner Katze ist und ob es sich in letzter Zeit verändert hat. Versuche, frühzeitig die richtigen Schritte zu ergreifen und warte nicht, bis eine kleine Verhaltensänderung zu einem großen Problem ausgewachsen ist.

Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden

Wie so oft ist es auch hier sehr wichtig, dass du deine Katze vom Tierarzt untersuchen lässt, bevor du dir weitere Maßnahmen überlegst, wie du ihr helfen kannst.

Stress sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Er kann nicht nur dazu führen, dass deine Fellnase krank wird, sondern es kann auch passieren, dass eine bereits bestehende Erkrankung sich verschlimmert oder verfestigt. Solltest du eine der oben erwähnten Verhaltensänderungen bei deiner Samtpfote feststellen, ist der nächste Schritt der Weg zum Tierarzt.

Wenn deine Katze sich beispielsweise ständig übertrieben putzt, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sie unter einer Hauterkrankung leidet. Falls dein Stubentiger neben die Katzentoilette pinkelt, könnte es sich um FLUTD handeln, einer Harnwegserkrankung bei Katzen.

Versuche nicht, deiner Katze ihre neu erworbene schlechte Angewohnheit wieder abzugewöhnen, ohne dass du sicher sein kannst, dass sie gesund ist. Falls sie krank ist und du versuchst, sie einer Verhaltenstherapie zu unterziehen, bedeutet das weiteren Stress für deine Katze, der dazu führen wird, dass sich die Probleme noch verschlimmern.

Wie kann man den Stress bei Katzen richtig einschätzen?

Sobald dein Tierarzt medizinische Gründe für das Verhalten deiner Katze ausgeschlossen hat, solltest du dich auf die Suche danach machen, was deine Samtpfote stört. Unten findest du eine Liste mit den häufigsten Stressauslösern bei Katzen.

Gehe diese einmal in Ruhe durch und stelle dir dabei die Frage: Welche davon konnte ich in den vergangenen Wochen und Monaten bei meiner Katze beobachten?

Wenn deine Katze gesund ist, ihr Verhalten jedoch anders ist als vorher und eine Reihe von Stressauslösern im Umfeld deiner Katze zu finden sind, leidet dein Stubentiger aller Wahrscheinlichkeit nach unter diesem Stress.

Warum sind Katzen gestresst?

Die Ursachen von Stress sind sehr vielschichtig. Wenn deine Katze krank ist, kann das zum Teil durch einen hohen Stresslevel bedingt sein, die Krankheit kann jedoch auch selbst der Auslöser für den Stress darstellen.

Vor allem wenn deine Fellnase verhaltensauffällig ist, ist es sehr wichtig, dass du dir die Liste mit den häufigsten Stressauslösern genau anschaust und überlegst, welche davon als Ursache für die Probleme deiner Katze in Frage kommen. Nur wenn du es schaffst, diese Stressauslöser zu beseitigen, wirst du das Problem nachhaltig lösen können. Und bitte vergiss niemals, dass du zuerst abklären musst, ob deine Katze wirklich gesund ist.

Nun kommen wir also zu der Liste mit möglichen Stressauslösern, die einen Einfluss auf deine Samtpfote haben können. Manche davon lassen sich leider nicht vermeiden, bei anderen kannst du hingegen mit einer Umstellung einen positiven Effekt erzielen.

Du solltest dir aber bewusstmachen, dass nichtsdestotrotz alle diese Stressoren für deinen Stubentiger Stress bedeuten. Auch wenn deine Katze eher zu den robusteren Fellnasen gehört und sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt, kann eine Vielzahl von Stressauslösern, die auf sie einprasseln, sich kumulieren und letzten Endes dazu führen, dass deine Samtpfote eine Verhaltensstörung entwickelt oder krank wird.

Körperliche Auslöser von Stress bei Katzen

  • Eine Krankheit
  • Medikamente
  • Ein Tierarztbesuch oder ein Aufenthalt in der Tierklink
  • Ein physischer Schock
  • Hitze
  • Entwurmung
  • Trächtigkeit
  • Entkrallen
  • Säugen
  • Ein operativer Eingriff
  • Parasiten
  • Halskrause
  • Baden
  • Schmerzen
  • Nachlassende Hör- und Sehkraft

Nahrungsmittelbedingte Auslöser von Stress bei Katzen

  • Hunger oder Durst
  • Umstellung der Futtermarke
  • Diät
  • Mangelernährung

Die Katzentoilette als Auslöser von Stress bei Katzen

  • Zu wenig Katzenklos
  • Dreckige Katzenklos
  • Anderes Katzenstreu
  • Eine neue Art von Katzentoilette


Sonstige Veränderungen als Auslöser von Stress bei Katzen

  • Aufenthalt im Tierheim
  • Ein neuer Besitzer
  • Umzug
  • Renovierung
  • Neue Möbel
  • Laute Musik oder lauter Fensehr
  • Reise
  • Temperatur
  • Halskrause
  • Aufdringliche Gerüche
  • Unheimliches Katzenspielzeug
  • Beschränkter Zugang zu den Zimmern
  • Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit
  • Veränderter Tagesablauf
  • Eingesperrt in einem Raum
  • Langeweile
  • Keine Klettermöglichkeiten
  • Fliegen
  • Laute Geräusche wie Feuerwerk, Bauarbeiten oder Gewitter
  •  Nicht genügend Auslauf
  • Konflikte mit anderen Haustieren
  • Ein neues Haustier in der Wohnung

Menschliches Verhalten als Auslöser von Stress bei Katzen

  • Ein Familienmitglied, das den Haushalt verlässt
  • Ein Baby
  • Todesfall
  • Eine neue Person zieht in die Wohnung ein
  • Bestrafung
  • Gäste
  • Zu wenig Aufmerksamkeit
  • Es wird viel geschrien
  • Körperliche Misshandlung
  • Aggressives Spiel mit Menschen

Andere Katzen als Auslöser von Stress bei Katzen

  • Fehlende Gewöhnung aneinander
  • Wettbewerb untereinander
  • Futterrivalität
  • Der Geruch von Reviermarkierungen
  • Belästigung und Angriffe
  • Fremde Katzen in der Nähe des Hauses

Was kannst du tun, wenn deine Katze gestresst ist?

Du weißt jetzt, welche Arten von Stress es bei Katzen gibt, wie er sich äußert und welche Auslöser dahinterstecken können. Nun solltest du dich daranmachen, Wege zu finden, wie du den Stress für deine Samtpfote reduzieren kannst.

Die folgenden Lösungsansätze können dir dabei helfen:

1. Umgang mit möglichen Stressauslösern

Schau dir oben die Liste mit den möglichen Stressauslösern noch einmal an. Findest du welche, die für deinen Stubentiger zutreffend sind?

Du solltest zunächst herausfinden, was deine Katze stresst und versuchen, dies abzustellen.

Wenn deiner Katze beispielsweise langweilig ist, solltest du dafür sorgen, dass ausreichend Katzenmöbel und Spielzeug vorhanden sind und du dir zu einer bestimmten Zeit am Tag Zeit nimmst, mit ihr zu spielen. Du hast mehrere Katzen und es gibt eine Rivalität beim Futter?

Dann solltest du darauf achten, dass jede ihren eigenen Napf bekommt und die Katzen gegebenenfalls beim Füttern räumlich getrennt werden.

Sobald du einen Stressfaktor identifiziert hast, dir aber nicht sicher bist, wie du ihn beheben kannst, frag doch einfach mal in unserem Forum nach. Wie bereits erwähnt gibt es jedoch auch Stressauslöser, gegen die du nichts tun kannst. Du musst dann einfach versuchen, den allgemeinen Stresslevel deiner Katze zu verringern. Mehr dazu findest du in den folgenden Absätzen.

2. Schaffe einen Rückzugsort für deine Katze

Ein eigens für deine gestresste Katze eingerichtetes Plätzchen kann Gold wert sein. Deine Fellnase muss Rückzugsort muss leicht zu erreichen sein und andere Katzen, Haustiere oder Kinder sollten hier keinen Zugang haben.

Entweder hast du ein leeres Zimmer, das du ihr zur Verfügung stellen kannst, eine eigene Höhle in einem Regal, oder du stellst einen Kratzbaum auf, der für Hund und kleine Kinder nicht erreichbar ist.

Du solltest für deine Katze einen Ort schaffen, an dem sie vollständig zur Ruhe kommen kann. Wenn sie beispielsweise durch Lärm gestresst ist, sollte der Raum frei von Straßengeräuschen oder Musik sein. Ist dein Stubentiger gestresst, weil eine fremde Katze ums Haus schleicht, können Vorhänge Abhilfe schaffen.

Es gibt hier keine Vorgaben und deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass du weißt, was deine Samtpfote stört und ihr die Möglichkeit gibst, dass sie diesem Stressor an ihrem Rückzugsort nicht ausgesetzt ist.

3. Nimm dir Zeit, um mit deiner Katze zu spielen

Unabhängig davon, ob deine Katze Verhaltensauffälligkeiten zeigt oder nicht, solltest du dir ausreichend Zeit dafür nehmen, mit ihr zu spielen. Spielen reduziert Stress und ist daher hervorragend als Therapie für deine gestresste Fellnase geeignet.

Auch für Menschen ist Spielen ein wunderbares Mittel zum Stressabbau. Insofern werdet ihr von der gemeinsamen Spielzeit beide profitieren.

Beim Spielen hat deine Fellnase Bewegung, verbringt Zeit mit ihrem Lieblingsmenschen und kann sich so richtig austoben und dabei Frust abbauen. Bei den meisten Katzen bewirkt das Spielen daher wahre Wunder.

Das solltest du beachten: Du solltest mit dem Spielen nicht von null auf hundert loslegen. Beobachte ganz genau, wie deine Katze reagiert und überfordere sie nicht. Es kann passieren, dass deiner Katze das Spielzeug nicht ganz geheuer ist. Dann solltest du es beiseitelegen und nach etwas suchen, das weniger ängstigend auf sie wirkt.

Optimal ist es, wenn ihr jeden Tag zu einer bestimmten Zeit miteinander spielt, sodass das Spielen zu einem festen Ritual wird.

In unserem Beitrag 9 Dinge, die du beim Spielen mit deiner Katze beachten solltest, findest du weitere Tipps und Anregungen.

4. Versuche es mit Feliway

Sehr wahrscheinlich konntest du deine Samtpfote schon dabei beobachten, wie sie ihren Kopf und Hals an verschiedenen Gegenständen in der Wohnung, Möbeln, Wänden oder deinen Beinen gerieben hat.

Katzen tun das, um Botenstoffe, die sogenannten Pheromone, die von speziellen Drüsen abgesondert werden, zu verteilen. Wir Menschen können diese Pheromone nicht riechen. Katzen jedoch nutzen sie dafür, um ihr Revier zu markieren.
Feliway sind künstlich hergestellte Pheromone, die man als Verdampfer oder Spray kaufen kann.

Feliway wirkt beruhigend auf deine Katze und vermittelt ihr ein Gefühl von Sicherheit. Wenn Revierstreitigkeiten der Grund dafür sind, dass dein Stubentiger gestresst ist, ist Feliway besonders gut geeignet.

Feliway ist auch sehr zu empfehlen, wenn du glaubst, dass deine Samtpfote gestresst ist, weil sich etwas in ihrem Leben verändert hat, zum Beispiel ein Umzug, ein neues Haustier, oder eine neue Katze. Wenn du mehrere Katzen hast und diese zu Markieren neigen, kannst du auch hier versuchen, mit Feliway Abhilfe zu schaffen.

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5. Antidepressiva

Wenn du es nicht schaffst, den Stresslevel deiner Katze nachhaltig zu reduzieren, kann es sein, dass der Tierarzt dir die Behandlung mit Medikamenten vorschlägt. Wenn du es nicht schaffst, den Stresslevel deiner Katze nachhaltig zu reduzieren, kann es sein, dass der Tierarzt dir die Behandlung mit Medikamenten vorschlägt. Es gibt einige verschiedene Antidepressiva für Katzen, mit denen er versuchen kann, die Angststörung deiner Katze zu beseitigen.

Mehr zu den Antidepressiva findest du weiter unten.
Es gibt einige verschiedene Antidepressiva für Katzen, mit denen er versuchen kann, die Angststörung deiner Katze zu beseitigen.

Mehr zu den Antidepressiva findest du weiter unten.

6. Reduziere deinen eigenen Stress

Katzen haben ein gutes Gespür dafür, wenn ihr Besitzer gestresst ist. Es kann also sein, dass du dich zuerst mit deinem eigenen Stress auseinandersetzen musst. Wenn es dir gelingt, dein Leben stressfreier zu gestalten, wird sich das positiv auf dein Leben auswirken und auch deine Katze wird davon profitieren.

Wenn es die aktuelle Situation nicht erlaubt, deinen Stresslevel oder den deiner Familie zu reduzieren, solltest du zumindest versuchen, deinen Stubentiger nicht damit zu belasten. Du solltest deine Fellnase niemals anschreien oder sie bestrafen. Der richtige Umgang mit einer gestressten Katze ist sehr wichtig.

 
Stress bei Katzenbesitzern wird häufig zu einem Teufelskreis. Deine Katze merkt, dass du unter Storm stehst und wird dadurch zusätzlich gestresst!

Katzenbesitzer fühlen sich oft hilflos, weil sie bei einem Verhaltensproblem ihrer Katze nicht weiterwissen. Oft stellt sich dann heraus, dass diese Menschen selbst gestresst sind, aber nicht wegen ihrer Katze, sondern wegen ihrer eigenen Lebensumstände.

So beginnt dann ein Teufelskreis: Wenn ihr Lieblingsmensch gestresst ist, erzeugt das bei einer Katze Angst und führt zu Verhaltensproblemen. Die Verhaltensprobleme der Katze erzeugen jedoch zusätzlichen Stress bei ihrem Besitzer. Mensch und Katze befinden sich damit in einer Spirale aus Stress und Angst.

Diese Dynamik solltest du unbedingt verstehen, denn in Bezug auf Stress können sich Katzen und Menschen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen:

In einer perfekten wirkt deine Katze beruhigend auf dich, spendet dir Trost und ihr Schnurren hat auf dich eine meditative Wirkung. Leider sieht die Realität oft anders aus. Es gibt Menschen, die schon ein Problem damit haben, wenn ihre Katze zu aktiv ist. Andere sind gestresst, weil ihre Katze nachtaktiv ist oder sie in den frühen Morgenstunden aufweckt und um den Schlaf bringt.

Wenn man dann noch bedenkt, dass einige Verhaltensauffälligkeiten durch Krankheiten bedingt sind, die unter Umständen richtig ins Geld gehen können, kann das Zusammenleben mit einer Katze für den Besitzer zu einem großen Stressfaktor werden.

Umgekehrt haben wir jedoch genau dieselbe Wirkung auf unsere Katzen. Du solltest dich daher im Umgang mit deiner Katze darauf konzentrieren, nicht nur ihre körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch sicherstellen, dass sie sich in ihrem Zuhause wohlfühlt. Wenn es ohnehin für deine Katze grade schlecht läuft, kann deine Anwesenheit ihr weiteres Unbehagen bereiten.

Der Stresslevel deiner Katze wird rapide in die Höhe schnellen, wenn du ihre persönlichen Grenzen überschreitest, sie einer hektischen Umgebung aussetzt oder sie bestrafst.

Du solltest immer im Hinterkopf behalten, Stress bei Menschen und Katzen einen Dominoeffekt auslöst. Bist du gestresst, wird sich das auf deinen Stubentiger auswirken und umgekehrt. Dabei ist es völlig egal, durch was dieser Stress ausgelöst wurde.

Wie kannst du diesen Dominoeffekt verhindern?

Du solltest als erstes damit beginnen, dich damit auseinandersetzen, was der Auslöser für deinen Stress ist und dann versuchen, deinen Stresslevel zu reduzieren. Das wird nicht nur dir guttun, sondern auch deiner Katze helfen. Wenn du entspannt und ausgeglichen bist, wirkt das beruhigend auf deine Samtpfote.

Es gibt eine Vielzahl an Techniken, mit denen du für Entspannung sorgen kannst. Dazu gehören ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung oder gezielte Entspannungs- und Meditationsübungen. Manche greifen auch auf pflanzliche Präparate oder Medikamente zu. Wofür auch immer du dich entscheidest, gib auf dich Acht, damit du auch für deine Katze da sein kannst.

Antidepressiva für Katzen

Wenn eine Katze unsauber wird, gibt es eine Reihe von Anleitungen, wie man du die Angewohnheiten deiner Katze verändern kannst und verschiedene Übungen dazu. Es kann jedoch vorkommen, dass das Training alleine dein Problem nicht lösen kann. Das kann daran liegen, dass der Charakter deiner Katze einfach so ist, wie er ist oder sie Stress in ihrer Umgebung ausgesetzt ist, der nicht vermieden werden kann.

Medikamente, die auf die Psyche wirken, insbesondere Antidepressiva, können dabei unterstützen, deiner Katze die Angst zu nehmen. Wenn du Glück hast, ist alleine die Einnahme dieser Medikamente schon ausreichend, um das Verhaltensproblem deiner Katze zu lösen. Außerdem könnten Medikamente gegen Angstzustände auch unterstützend im Rahmen einer Verhaltenstherapie eingesetzt werden.

 
Bitte denk daran, dass diese Informationen nicht das Gespräch mit deinem Tierarzt ersetzen können. Sie dienen lediglich dazu, dass du ein Grundverständnis dafür entwickeln kannst, dass auch Psychopharmaka ein Baustein für ein entspannteres Leben deiner Katze sein können. Wenn du dich entscheidest, einen Verhaltenstherapeuten für Katzen hinzuzuziehen, sollte das immer in enger Abstimmung mit deinem Tierarzt erfolgen.

Arzneimittel bei akuten Angstzuständen bei Katzen

Wenn deine Samtpfote sehr aggressiv ist, kann es sein, dass dein Tierarzt ein Arzneimittel vorschlägt, das zur Gruppe der Benzodiazpine gehört.

Diese wirken sofort auf die Panik deiner Katze und führen so zu einer schnellen Lösung des Problems. Die Wirkung tritt innerhalb weniger Stunden ein und bringt deinen Stubentiger in einen entspannten Zustand bis hin zur Schläfrigkeit.

Diese Medikamente eigenen sich ausdrücklich nicht für eine langfristige Anwendung, können jedoch kurzfristige Angstzustände und Panikattacken stoppen. Sie werden häufig in Verbindung mit anderen Arzneimitteln verabreicht und dienen in diesem Fall als Einstieg in die Behandlung.

Gängige Medikamente bei akuten Angstzuständen von Katzen sind:

  • Diazepam (Valium)
  • Alprazolam (Tafil)
  • Lorazepam (Tavor)

Langzeitpräparate gegen Angstzustände bei Katzen

Bei manchen kann es ähnlich wie beim Menschen notwendig sein, dass sie eine langfristige medikamentöse Behandlung benötigen, um Angstzustände und Stress in den Griff zu bekommen.

Diese Katzen haben Verhaltensauffälligkeiten entwickelt, die sich ohne Medikamente, die den Stress der Katzen reduzieren, nicht mehr abstellen lassen. Probleme wie anhaltende Unsauberkeit, aggressives Verhalten und übertriebene Fellpflege können durch die Verabreichung dieser Arzneimittel aus der Welt geschafft werden.

Oft ist es nötig, dass man Antidepressiva und Übungen zur Änderung des Verhaltens einer Katze miteinander kombiniert.

Das Arzneimittel sorgt dafür, dass sich die Konzentration an Neurotransmittern wie Serotonin oder Noradrenalin erhöhen. Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess, der sich über Wochen bis hin zu mehreren Monaten nach und nach vollzieht.

Man unterscheidet zwischen drei Klassen von Antidepressiva zur Langzeittherapie:

  1. Trizyklische Antidepressiva, kurz TZA. Amitriptylin (Elavil, Saroten, Amineurin, Syneudon, Tryptizol, Laroxyl), Clomipramin (Anafranil), Doxepin (Aponal, Doneurin), Imipramin (Trofanil) und Nortriptylin (Nortrilen, Nortriptylin) sind typische TZA’s, die häufig bei Katzen eingesetzt werden.
  2. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, genannt SSRI (Selective Serotonin Reuptake Inhibitor). Hierzu zählen Fluoxetin (Fluxet), Paroxetin (ParoLich, Paroxalon, Paroxat, Seroxat, Tagonis) und Sertralin (Zoloft)
  3. Serotonin (5-HT) –Agonisten. Es gibt nur ein einziges Medikament aus dieser Arzneimittelgruppe, das bei Katzen zur Anwendung kommt, nämlich Buspiron (Busp, Bespar). Es wird häufig eingesetzt, wenn Katzen markieren oder unsauber sind und wird gerne in Kombination mit anderen Langzeitpräparaten verabreicht.


Nebenwirkungen von Antidepressiva bei Katzen

Es kann bei allen Arzneimitteln, so auch bei den hier genannten Medikamenten zu Nebenwirkungen kommen.

Benzodiazepine können dazu führen, dass deine Katze mehr Hunger hat oder sehr müde ist. Wird das Medikament hochdosiert eingesetzt, kann es zu Gleichgewichtsstörungen kommen und deine Fellnase erscheint schwindelig oder orientierungslos.

TZA’s können Wassereinlagerungen und Durst hervorrufen, Schaumbildung vor dem Mund verursachen oder vereinzelt sogar zu Blasenproblemen führen.

Vor der Einnahme sollte dein Tierarzt die Leber- und Nierenfunktion deiner Katze überprüfen und regelmäßig überwachen, da diese Medikamente von Leber und Niere verarbeitet werden. 

Auswahl und Dosierung der Antidepressiva

Das passende Medikament für deine Katze zu finden, kann unter Umständen nicht ganz leicht sein und ist davon abhängig, wie gut das jeweilige Präparat bei deiner Katze anspricht. Auch von der richtigen Dosierung des Mittels hängt viel ab. Du solltest dich daher eng mit deinem Tierarzt abstimmen und ihm sagen, ob du Veränderungen oder Nebenwirkungen bei deiner Katze feststellst.

Mach dich daher darauf gefasst, dass das Ganze ein wenig länger dauern kann und ihr ein wenig herumexperimentieren müsst, bis alles reibungslos läuft.

Wie lange sollten die Medikamente angewendet werden

Die Behandlungsdauer hängt davon ab, welches Problem damit therapiert werden soll und um welche Art von Medikament es sich handelt. Langzeitpräparate müssen mindestens ein paar Monate angewendet werden, um richtig wirken zu können. Bei der Frage, ob deine Fellnase das Medikament dauerhaft verabreicht bekommen sollte, sobald sie vollständig angstfrei ist, gehen die Meinungen auseinander.

Vermutlich wird dein Tierarzt vorschlagen, es zunächst einmal ohne Medikamente zu versuchen, sie aber erneut und auf Dauer zu verabreichen, wenn deine Katze erneut unter Angstzuständen leidet.

Wir hoffen, dass wir dir mit unserem Ratgeber weiterhelfen konnten. Der Umgang mit einer gestressten Katze ist nicht immer leicht, jeder Katzenbesitzer sollte aber in der Lage sein, damit umzugehen.

Wir können dir hier auch ein Buch über Verhaltensprobleme bei Katzen ans Herz legen. Es kann im Umgang mit Verhaltensstörungen und Stress helfen.

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