Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Die Sicherheit deiner Katze sollte immer an erster Stelle stehen. Die Meinungen gehen auseinander, wenn es darum geht, ob Katzen ausschließlich in der Wohnung gehalten werden sollen oder nicht.
Viele Katzenbesitzer finden es wichtig, ihrer Katze Auslauf im Garten oder auf der Terrasse zu gönnen. Egal, welche Meinung du auch vertrittst.
Das Wichtigste ist, dass die Umgebung deiner Fellnase sicher ist und sie keinen Gefahren ausgesetzt ist.
Du musst dafür zunächst einmal überlegen, welche potenziellen Gefahrenquellen in deinem Zuhause zu finden sind.
Danach kannst du dir überlegen, welche Bereiche du deiner Katze zugänglich machen möchtest.
Du lebst in der Nähe einer stark befahrenen Straße? Dein Nachbar hat einen Hund, der sich frei bewegen kann?
Derartige Gefahren für Freigängerkatzen sind leicht zu erkennen. Doch auch auf reine Wohnungskatzen lauern Gefahren, die du erkennen und vermeiden solltest.
1. Fenster sicher für Katzen machen
Katzen, die versuchen, sich durch das gekippte Fenster ins Freie zu schmuggeln, können darin hängen bleiben. Im schlimmsten Fall strangulieren sie sich oder brechen sich das Genick.
Also sichere das Fenster mit speziellen Keilen ab. Oder besser noch, vermeide die Kippstellung einfach.
2. Elektrogeräte können gefährlich für Katzen sein
Stromkabel sind in jedem Haushalt zu finden. Manche Katzen spielen mit diesen Kabeln und beißen auch hinein. Du kannst Kabelkanäle verwenden und außer Reichweite deiner Katze an der Wand entlangführen.
3. Gefahren für Katzen in der Küche und Bad
Viele Katzen sind in der Lage, Schranktüren zu öffnen. Daher solltest du Küchenschränke, in denen Putzmittel gelagert werden, absichern. Du kannst zum Beispiel Sicherheitsarmbänder für Kinder verwenden.
Achte im Bad darauf, dass keine Körperpflegeprodukte frei zugänglich sind. Vor allem Zahnseide solltest du gut wegschließen. Benutzte Zahnseide sollte niemals offen herumliegen. Deine Katze könnte damit spielen und sich daran verschlucken.
Auf der sicheren Seite bist du, wenn deine Badezimmertüre einfach immer geschlossen ist und dein Stubentiger keinen freien Zugang hat.
4. Arbeitszimmer und Büro für Katzen sicher machen
Büroklammern, Gummibänder, Reißzwecken und Stecknadeln. All das sind gefährliche Gegenstände für Katzen. Bewahre sie am besten in Gefäßen mit Deckel oder geschlossenen Schubladen auf. Auch Dinge wie Luftballons oder kleinteiliges Spielzeug sollte außer Reichweite deiner Fellnase aufbewahrt werden.
5. Wohnzimmer katzensicher gestalten
Katzen lieben es, zu klettern und auch, daran zu kratzen. Egal ob Möbel oder Vorhänge, alles wird ausprobiert. Empfindliche Möbel wie das teure Ledersofa kannst du mit einer Tagesdecke abdecken. Ein Kratzbaum* hilft dabei, den natürlichen Instinkt deiner Katze zu befriedigen, ohne dein Mobiliar zu beschädigen. Mehr dazu findest du auch in unserem Beitrag „19 erprobte Möglichkeiten, eine Katze daran zu hindern, die Möbel zu zerkratzen“.
6. Deko und Schmuck können gefährlich sein
Zerbrechliche Dinge wie Vasen oder Teelichthalter solltest du vor deiner Katze in Sicherheit bringen. Glasscherben können zu schweren Verletzungen bei Katzen führen. Auch Schmuck wie Halsketten und Ohrringe sollte nicht offen herumliegen oder auf einem Schmuckständer präsentiert werden.
Alles, was glitzert und klimpert hat eine magische Anziehungskraft auf Katzen. Deine Samtpfote könnte sich daran verschlucken, wenn sie damit spielt und darauf herumkaut.
Dasselbe gilt übrigens für Lametta, das zur Weihnachtszeit an vielen Christbäumen zu finden ist. Als Katzenfreund solltest du darauf besser verzichten.
7. Die Waschküche sicher für Katzen machen
Katzen mögen es gerne warm und kuschelig. Waschmaschinen und Trockner sind beliebte Orte, um sich für ein gemütliches Schläfchen zurückzuziehen.
Achte daher stets darauf, dass die Türen von Waschmaschine und Trockner geschlossen ist und überprüfe beide Geräte vor der Benutzung, ob sie „katzenfrei“ sind.
Deine Bügelstation sollte stets ausgesteckt sein und das Bügelbrett so gesichert, dass es nicht umfallen kann.
8. Garage und Gartenhäuschen katzensicher machen
In Garagen und Gartenhäuschen findet man üblicherweise Chemikalien zum Düngen von Rasen und Blumen, zur Unkrautbekämpfung und Insektenvernichtung, Frostschutzmittel und vieles mehr.
Du solltest diese Bereiche zur katzenfreien Zone erklären und ihr den Zugang verwehren. Wenn du trotzdem möchtest, dass deine Katze sich in deiner Garage oder deinem Gartenhäuschen aufhält, verstaue diese Dinge unzugänglich für deine Fellnase.
Halte den Boden immer sauber und entferne verschüttete Chemikalien sofort.
9. Gefährliche Giftstoffe für Katzen
Bei Schädlingsbefall greifen wir in der Regel auf Giftköder oder ähnliches zurück, um das Problem rasch zu beseitigen.
Du solltest diese jedoch nur dort anwenden, wo deine Katze nicht damit in Berührung kommen kann, denn in zu hoher Dosis können sie gefährlich für sie sein.
Es gibt viele Möglichkeiten, Schädlinge mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen. Wir haben die wichtigsten für dich zusammengestellt:
So bekämpfst du Schädlinge, wenn eine Katze im Haushalt lebt
Ameisen
Reinige Arbeitsplatten, Fußböden und Schränke mit einer Mischung aus gleichen Teilen von Essig und Wasser.
Fliegen
- Kaufe dir einen Abfalleimer, der richtig schließt.
- Den Rest- und Biomüll solltest du einmal täglich in der Mülltonne vor dem Haus entsorgen.
- Entferne an einer Orange die Schale und lasse sie so in der Küche stehen
- Hänge Nelken auf
- Pflanze Minze im Garten direkt vor dem Haus
- Stelle ein Töpfchen Basilikum aufs Fensterbrett
Flöhe
- Sauge Staub, entferne sofort den Staubsaugerbeutel, verschließe ihn sorgfältig und entsorge ihn.
- Gib für deine Katze einen kleinen Schuss Essig pro Liter Wasser in ihr Trinkwasser. Am besten bereitest du eine Literflasche vor, die du nach und nach in den Napf füllst, um den Essig nicht überzudosieren. Hilft auch gegen Zecken!
- Streue getrocknete Blätter oder Späne von Fenchel, Rosmarin oder Zeder in die Schlafplätze deiner Samtpfote
Kakerlaken
- Lass kein Katzenfutter oder Rest davon nachts offen herumstehen.
- Spüle abends dein Geschirr ab oder räume es in den Geschirrspüler.
- Lebensmittel sollten nicht offen herumliegen.
- Dichte Risse und Löcher an Sockelleisten, Wänden, Rohren, etc. ab.
10. Diese Pflanzen sind für Katzen giftig!!
Bitte beachte, dass dies keine vollständige Aufzählung aller giftigen Pflanzen ist! Sie bietet lediglich einen Überblick über die unserer Meinung nach gängigsten Pflanzen.
Giftige Pflanzen für Katzen mit A
- Adonisröschen
- Agave
- Akelei
- Aloe Vera
- Alpenveilchen
- Amaryllis
- Anthurie
- Aralie
- Aubergine
- Avocado
- Azalee
Giftige Pflanzen für Katzen mit B
- Begonie (Schiefblatt)
- Belladonnalilie
- Berberitze
- Besenginster
- Birkenfeige (Ficus benjamini)
- Bittermandel
- Bogenhanf
- Buchsbaum
- Buntwurz
- Buschwindröschen
- Butterblume
Giftige Pflanzen für Katzen mit C
- Calla
- Chilipflanze
- Christusdorn
- Chrysanthemen
- Clematis
- Clivia
Giftige Pflanzen für Katzen mit D
- Dattelpalme
- Dieffenbachie
- Dipladenie
- Drachenbaum
Giftige Pflanzen für Katzen mit E
- Edelweiß
- Efeu
- Efeutute
- Eibe
- Einblatt
- Eisenhut
- Elefantenohr
- Engelstrompete
Giftige Pflanzen für Katzen mit F
- Farn (einige Arten)
- Faulbaum
- Feldstiefmütterchen
- Fensterblatt
- Ficus
- Fingerhut
- Flamingoblume
- Flammendes Kätchen
- Flieder
- Frauenschuh
Giftige Pflanzen für Katzen mit G
- Geißblatt
- Geranie
- Ginster
- Glockenbilsenkraut
- Goldlack
- Goldregen
- Gummibaum
Giftige Pflanzen für Katzen mit H
- Hahnenfuß
- Hartriegel
- Heckenkirsche (rot)
- Herbstzeitlose
- Hortensie
- Hundepetersilie
- Hyazinthe
Giftige Pflanzen für Katzen mit I
- Ilex
Giftige Pflanzen für Katzen mit J
- Jasmin
Giftige Pflanzen für Katzen mit K
- Kaiserkrone
- Kaladie
- Kalanchoe
- Kartoffelpflanze
- Kirschlorbeer
- Knoblauch
- Korallenbeere
- Kreuzkraut
- Krokus
- Kroton (Wunderstrauch)
Giftige Pflanzen für Katzen mit K
- Lebensbaum (Thuja)
- Lein
- Liguster
- Lilie
- Liliengewächse
- Lorbeere
- Lupine
Giftige Pflanzen für Katzen mit M
- Magnolie
- Mahonie
- Maiglöckchen
- Märzenbecher
- Mistel
- Mohn
Giftige Pflanzen für Katzen mit O
- Oleander
- Orchidee
- Osterglocken
Giftige Pflanzen für Katzen mit P
- Passionsblume
- Palmfarn
- Papierblume
- Pfaffenhütchen
- Pfingstrose
- Philodendron
- Primel
- Purpurtute
Giftige Pflanzen für Katzen mit R
- Rainfarn
- Riemenblatt
- Rhododendron
- Rittersporn
- Ritterstern
- Rizinus
- Robinie
Giftige Pflanzen für Katzen mit S
- Sadebaum
- Schachtelhalm
- Schiefblatt
- Schierling
- Schlafmohn
- Schlüsselblume
- Schneeball
- Schneeglöckchen
- Schwertlilie
- Seidelbast
- Spindelbaum
- Stechapfel
- Stechpalme
- Stern von Bethlehem
- Strahlenaralie
- Sumpfdotterblume
Giftige Pflanzen für Katzen mit T
- Tabakpflanze
- Thuja
- Tollkirsche
- Tollkraut
- Tomaten
- Trollblume
- Tulpe
Giftige Pflanzen für Katzen mit U
- Usambaraveilchen
Giftige Pflanzen für Katzen mit V
- Vanilleblume
Giftige Pflanzen für Katzen mit W
- Waldmeister
- Wandelröschen
- Weihnachtskaktus
- Weihnachtsstern
- Wicken
- Wolfsmilch
- Wunderbaum
- Wunderstrauch
- Wüstenrose
Giftige Pflanzen für Katzen mit Y
- Yuccapalme
Giftige Pflanzen für Katzen mit Z
- Zaunrübe
- Zimmeraralie
- Zimmercalla
- Zwiebeln
- Zypresse
11. Schaffe einen Rückzugsort für deine Katze
Wenn du die Möglichkeit dazu hast, richte ein Zimmer in deinem Haus als Rückzugsort für deine Katze ein. Du kannst sie in diesen Raum bringen, wenn du z. B. die Wohnung mit Mitteln reinigst, die ungesund für sie sind. Auch wenn du das Auto entladen möchtest und die Haustüre offensteht, ist ein solcher Raum eine tolle Lösung.
Um den Raum für deine Katze richtig gemütlich zu machen, sollten folgende Dinge vorhanden sein:
Du siehst also, dass es gar nicht so schwer ist, Haus und Garten katzensicher zu machen. Du musst dich nur ein wenig näher mit möglichen Gefahrenquellen beschäftigen. Überlege dir, was für deine Katze interessant und gefährlich zugleich sein könnte.
Mit einem vorausschauenden Blick kannst du Unfälle und Krankheiten vermeiden und das Leben deiner Fellnase schützen.
Hat dir der Beitrag gefallen?
Jetzt Feedback geben
Ø 0 / 5. Bewertungen: 0